Kekse-Rezept für mürbe Butterkekse und leckere Varianten

Nancy Gerber .

19. Oktober 2026

Weihnachtliche Kekse: Engel mit Marmelade, Sterne mit Schokolade und runde Kekse mit Nuss-Nougat-Creme. Ein tolles Kekse Rezept für die Feiertage.

Ein gutes Kekse-Rezept muss nicht kompliziert sein: Entscheidend sind ein ausgewogenes Verhältnis der Zutaten, kühler Teig und die richtige Backzeit. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grundrezept für mürbe Butterkekse, erkläre die wichtigsten Arbeitsschritte und gebe dir Varianten für Schokolade, Haferflocken, Nüsse und vegane Zutaten an die Hand.

Die wichtigsten Punkte für gelungene Kekse

  • Kühler Teig lässt sich besser ausrollen und läuft im Ofen weniger auseinander.
  • Für klassische Butterkekse reichen 175 °C Ober-/Unterhitze und etwa 8 bis 12 Minuten.
  • Die Kekse sollten am Rand leicht goldgelb, in der Mitte aber noch hell sein.
  • 100 g Butter ergeben je nach Rezeptur ungefähr 25 bis 35 kleine Kekse.
  • Luftdicht verpackt bleiben trockene Plätzchen meist zwei bis drei Wochen aromatisch.

Mein Grundrezept für mürbe Butterkekse

Für den Einstieg empfehle ich einen klassischen Mürbeteig. Er besteht aus wenigen Zutaten, verzeiht kleine Ungenauigkeiten und eignet sich sowohl zum Ausstechen als auch für einfache runde Plätzchen. Der Teig wird ohne Backtriebmittel besonders kompakt und mürbe, während etwas mehr Flüssigkeit ihn geschmeidiger macht.

Zutaten für etwa 35 Kekse

Zutat Menge
Weizenmehl Type 405 250 g
Kalte Butter 125 g
Feiner Zucker 90 g
Ei 1
Vanillezucker oder Vanillepaste 1 Päckchen oder 1 TL
Salz 1 Prise

Ich vermische zuerst Mehl, Zucker, Vanille und Salz. Dann gebe ich die kalte Butter in Würfeln dazu und arbeite sie mit den Fingerspitzen ein, bis feine Streusel entstehen. Das Ei kommt erst danach hinein. So bleibt die Butter möglichst kühl und der Teig wird zart statt zäh.

Den Teig knete ich nur kurz zu einer glatten Kugel, drücke sie flach und wickle sie ein. Anschließend sollte er mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Danach rolle ich ihn auf etwa 4 bis 5 Millimeter aus, steche Formen aus und backe sie auf Backpapier.

Bei 175 °C Ober-/Unterhitze brauchen die Kekse meist 8 bis 12 Minuten. Die genaue Zeit hängt von der Größe ab. Ich hole sie heraus, sobald die Ränder leicht Farbe bekommen, denn auf dem heißen Blech backen sie noch ein wenig nach.

Ausgestochener Teig für Weihnachtsplätzchen mit Stern-, Herz- und Tannenbaumformen. Ein Nudelholz liegt bereit für das nächste Kekse Rezept.

So gelingt der Teig ohne Kleben und Reißen

Der häufigste Fehler entsteht schon vor dem Backen. Ist die Butter zu warm, wird der Teig weich und klebt; ist er zu kalt oder wird zu wenig geknetet, reißt er beim Ausrollen. Ich arbeite deshalb möglichst zügig und bestäube die Arbeitsfläche nur sparsam mit Mehl.

Wenn der Teig klebt

Stelle ihn für 10 bis 15 Minuten zurück in den Kühlschrank. Zusätzliches Mehl hilft zwar kurzfristig, macht die Kekse aber schnell trocken und fest. Besser ist es, die Teigplatte zwischen zwei Lagen Backpapier auszurollen.

Wenn der Teig bröselt

Bröseliger Teig braucht nicht automatisch mehr Butter. Oft wurde das Mehl nur etwas zu großzügig abgewogen oder der Teig war noch nicht vollständig verbunden. Ein bis zwei Teelöffel kalte Milch können helfen. Ich gebe Flüssigkeit immer tropfenweise dazu, weil ein zu weicher Teig später auseinanderläuft.

Warum die Kühlzeit so wichtig ist

Beim Kühlen wird die Butter wieder fest. Dadurch behalten ausgestochene Sterne, Herzen oder Kreise ihre Form besser. Gleichzeitig entspannt sich das Klebereiweiß im Mehl, sodass die Oberfläche beim Ausrollen weniger zurückfedert. Gerade bei filigranen Formen machen diese 30 Minuten Ruhezeit einen deutlichen Unterschied.

Backzeit und Temperatur richtig einschätzen

Eine feste Backzeit gibt es bei Keksen nur ungefähr. Kleine Plätzchen mit 3 Zentimetern Durchmesser sind deutlich schneller fertig als große Formen mit dicker Mitte. Ich backe deshalb das erste Blech als Test und passe die Zeit danach um ein bis zwei Minuten an.

Keksart Temperatur Richtwert Ergebnis
Dünne Ausstechkekse 175 °C Ober-/Unterhitze 8 bis 10 Minuten Mürbe und hell
Etwas dickere Butterplätzchen 175 °C Ober-/Unterhitze 10 bis 12 Minuten Zart mit knusprigem Rand
Haferflockenkekse 180 °C Ober-/Unterhitze 10 bis 14 Minuten Außen knusprig, innen weicher
Cookies mit Schokolade 175 °C Ober-/Unterhitze 10 bis 13 Minuten Weicher Kern, gebräunter Rand

Bei Umluft reduziere ich die Temperatur meist auf etwa 160 °C. Mehrere Bleche lassen sich damit gut nacheinander backen, allerdings trocknen dünne Kekse schneller aus. Für klassische Ausstechplätzchen bevorzuge ich deshalb Ober-/Unterhitze, weil sie die Oberfläche etwas gleichmäßiger bräunt.

Ein noch weicher Kern ist kein Zeichen dafür, dass die Kekse roh sind. Viele Sorten werden erst beim Auskühlen fest. Wer sie bis zur vollständigen Bräunung im Ofen lässt, erhält häufig ein zu trockenes Ergebnis.

Vier Varianten für unterschiedliche Vorlieben

Das Grundrezept lässt sich leicht verändern. Ich würde allerdings nicht mehr als zwei zusätzliche Zutaten gleichzeitig einarbeiten. Zu viele Einlagen verändern die Feuchtigkeit und können dazu führen, dass die Kekse auseinanderfallen oder ungleichmäßig backen.

Variante Zusätzliche Zutaten Besonderheit
Schoko-Kekse 80 g Schokostückchen Besonders beliebt, am besten mit Zartbitterschokolade
Haferflockenkekse 70 g zarte Haferflocken, 30 g weniger Mehl Kräftiger Biss und leicht nussiges Aroma
Nussplätzchen 60 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse, 40 g weniger Mehl Aromatischer, aber etwas empfindlicher beim Ausrollen
Zitronenkekse Abrieb von 1 Bio-Zitrone Frische Note ohne zusätzliche Flüssigkeit

Lesen Sie auch: Butterkekse backen - So gelingen sie perfekt & mürbe

Vegane Abwandlung

Für eine vegane Version ersetze ich die Butter durch eine feste pflanzliche Margarine und das Ei durch 2 Esslöffel ungesüßten Apfelmus oder 1 Esslöffel Speisestärke mit 2 Esslöffeln Wasser. Der Teig wird dadurch etwas weicher. Eine längere Kühlzeit von etwa 45 Minuten hilft, die Formen stabil zu halten.

Bei Nüssen und Haferflocken lohnt sich ein kurzer Blick auf die Konsistenz. Der Teig darf formbar sein, sollte aber nicht schmieren. Bei Schokolade verwende ich lieber grob gehackte Stücke als sehr kleine Tropfen, weil sie beim Backen einen angenehmeren Biss behalten.

Typische Fehler und wie ich sie vermeide

Zu starkes Kneten ist bei Mürbeteig selten hilfreich. Es entwickelt das Gluten im Mehl und macht die Kekse eher fest. Ich höre auf, sobald keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind.

  • Kekse laufen auseinander: Der Teig war vermutlich zu warm oder das Blech noch heiß. Vor dem Backen nochmals kühlen und immer ein kaltes Blech verwenden.
  • Kekse werden hart: Meist waren sie zu lange im Ofen oder der Teig enthielt zu viel Mehl. Nach dem Backen dürfen sie in der Mitte noch weich wirken.
  • Die Unterseite wird dunkel: Ein dünnes Blech oder eine zu niedrige Einschubhöhe kann die Hitze verstärken. Backpapier und die mittlere Schiene helfen.
  • Formen verlieren ihre Kontur: Der Teig war zu dick, zu warm oder enthielt zu viel Backtriebmittel. Für Ausstechkekse lasse ich Backpulver meist weg.
  • Die Kekse schmecken flach: Eine kleine Prise Salz hebt Vanille, Butter und Schokolade deutlich hervor.

Auch das Auskühlen wird oft unterschätzt. Ich lasse die Kekse zunächst 5 Minuten auf dem Blech liegen und setze sie erst danach auf ein Kuchengitter. So brechen sie nicht, bekommen aber trotzdem keine feuchte Unterseite.

Aufbewahrung und sinnvolle Vorbereitung

Trockene Butter-, Mürbe- und Ausstechkekse bewahre ich in einer gut schließenden Blechdose auf. Zwischen verschiedene Sorten lege ich Backpapier, damit Aromen und Feuchtigkeit nicht ineinander übergehen. Unter diesen Bedingungen bleiben sie etwa zwei bis drei Wochen genießbar.

Weiche Cookies und Kekse mit Marmeladenfüllung lagere ich getrennt von knusprigen Sorten. Sie geben Feuchtigkeit ab und machen zarte Plätzchen schnell weich. Glasuren sollten vollständig getrocknet sein, bevor die Kekse übereinandergestapelt werden.

Für die Vorbereitung kann der rohe Mürbeteig bis zu zwei Tage im Kühlschrank bleiben. Eingefroren hält er sich gut verpackt ungefähr drei Monate. Ich lasse ihn über Nacht im Kühlschrank auftauen und knete ihn danach nur kurz durch, bevor ich ihn ausrolle.

Mit diesem Grundteig wird Backen planbar

Wenn ich nur eine Sorte backen möchte, bleibe ich beim klassischen Butterteig und konzentriere mich auf kalte Zutaten, kurze Knetzeit und eine moderate Bräunung. Für mehr Abwechslung teile ich den Teig und aromatisiere die Portionen mit Zitronenschale, Schokolade oder Nüssen.

Der wichtigste praktische Merksatz lautet für mich: kühlen, dünn ausrollen, früh kontrollieren. Wer diese drei Punkte beachtet, bekommt zuverlässig mürbe Kekse und kann das Rezept später problemlos an saisonale Zutaten, Kinderhände oder eine vegane Ernährung anpassen.

Häufig gestellte Fragen

Der Teig sollte mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Für die vegane Variante sind etwa 45 Minuten sinnvoll, damit die weichere Konsistenz stabiler wird. Rohteig kann gut verpackt bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Klassische Butterkekse backen bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 8 bis 12 Minuten. Dünne Ausstechkekse sind meist nach 8 bis 10 Minuten fertig, dickere Plätzchen nach 10 bis 12 Minuten. Die Ränder sollten leicht goldgelb sein, während die Mitte noch hell bleibt.
Bei klebrigem Teig helfen 10 bis 15 Minuten im Kühlschrank oder das Ausrollen zwischen zwei Lagen Backpapier. Bröseliger Teig sollte zunächst vollständig verbunden werden; bei Bedarf können ein bis zwei Teelöffel kalte Milch tropfenweise eingearbeitet werden.
Trockene Butter-, Mürbe- und Ausstechkekse bleiben in einer luftdicht schließenden Blechdose etwa zwei bis drei Wochen aromatisch. Verschiedene Sorten sollten durch Backpapier getrennt werden, während weiche Cookies und Kekse mit Marmeladenfüllung separat lagern. Eingefrorener Mürbeteig hält sich gut verpackt ungefähr drei Monate.
Artikel bewerten

Durchschnitt: 5.0 / 5 · 2 Bewertungen

Tags

butterkekse mürbeteig haferflocken schokolade nüsse
Autor Nancy Gerber
Nancy Gerber
Mein Name ist Nancy Gerber und ich habe 13 Jahre Erfahrung im Bereich Backen, Desserts und Vorratshaltung. Schon als Kind habe ich meine Leidenschaft für das Backen entdeckt, als ich mit meiner Großmutter in der Küche stand und wir gemeinsam köstliche Leckereien zubereiteten. Diese Erinnerungen haben mich bis heute geprägt und motivieren mich, meine eigenen Kreationen zu entwickeln und zu teilen. In meinen Beiträgen auf seefinchen.de möchte ich nicht nur Rezepte vorstellen, sondern auch Tipps geben, wie man Lebensmittel sinnvoll lagert und die Freude am Genuss steigert. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen sorgfältig zu überprüfen und aktuelle Trends im Bereich Backen und Vorratshaltung zu verfolgen. Mein Ziel ist es, komplexe Themen einfach und verständlich darzustellen, damit jeder die Freude am Backen und Genießen erleben kann.
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen